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Cardiofit: Reisethrombose vorbeugen

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Krampfaderpatienten sind häufig von Reisethrombose betroffen.
Wie man Reisethrombosen vorbeugen kann.

Die beklemmende Enge während eines Fluges in der Touristen-Klasse oder einer längeren Busreise ruft nicht nur klaustrophobische Gefühle hervor. Sie kann ebenso eine Reisethrombose auslösen. Durch die Bewegungslosigkeit über eine längere Zeitspanne auf beengtem Raum, sowie durch eine Austrocknung des Körpers durch die trockene Luft an Bord des Flugzeuges kommt es zu einer Verklumpung von roten Blutkörperchen und damit zu einer Thrombose. Weitere Faktoren wie Alkohol- und Kaffeegenuss an Bord führen zu diesem schmerzhaften Verschluss einer Beinvene, der häufig auch Touristenklassen-Syndrom genannt wird.

Durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Wasser und Säften kann man einer Reisethrombose vorbeugen. Weiterhin sollte man, wenn dies möglich ist, während des Fluges oder der Busreise mehrmals aufstehen und sich bewegen. Beispielsweise bei einem vierstündigen Flug jede Stunde für ein paar Minuten. Eine gezielte Bein- und Fußgymnastik kann den Blutfluss in den Beinen in Gang bringen. Man presst die Fußspitzen mit etwas Druck auf den Boden. Dadurch werden die Wadenmuskeln angespannt und der Blutrückfluss wird gefördert.

Besonders gefährdet sind Menschen mit venösen Problemen. Aber auch Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, Schwangere, Wöchnerinnen, Lymphkranke, Menschen mit Herz- und Nierenleistungsschwächen, verletzte und frisch operierte Menschen, aber auch die große Gruppe von Übergewichtigen können eine Reisethrombose erleiden. Krampfaderpatienten gehören ebenfalls zu der Gruppe mit erhöhtem Thromboserisiko. Diesen Personen ist das Tragen von Stützstrümpfen zu empfehlen. Denn diese Kompressionsstrümpfe helfen den Venen beim Transport des Blutes zurück zum Herz und verhindern dadurch Durchblutungsstörungen und Verstopfungen der Venen. Das Risiko an einer Reisethrombose zu erkranken liegt durch das Tragen von Stützstrümpfen bei weniger als 10 %. Ist die venöse Schwäche jedoch zu stark ausgeprägt oder bestehen weitere gravierende Risikofaktoren, sollte man medikamentös der Reisethrombose vorbeugen. Eine Prophylaxe durch die Verabreichung von Heparin, einem blutgerinnungshemmenden Stoff,  kann von einem Arzt durchgeführt werden.

Irrtümlich wurde lange Zeit berichtet, dass eine Prophylaxe durch Aspirin Reisethrombosen vorbeugen kann. Da das blutverdünnende Medikament nur im arteriellen Bereich wirkt, ist es nicht geeignet, um die venösen Thrombosen zu verhindern.

Fitness für
die Venen.

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