Musik 2.0
Neuartige Webservices sprießen aus dem Boden, die großen Musiklabels versuchen alles um den Handel von Musik in Tauschbörsen zu unterbinden: Es stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten und Dienste es im Bereich der Musik momentan online gibt.
Der erste große Bereich sind Musik-Suchmaschinen. Hier am Beispiel drei gängiger Seiten, danach folgt ein neuartiger Musikdienst basierend auf Internetradios.
seeqpod
seeqpod ist eine Suchmaschine für Musik, die im Google Stil das Internet durchforstet und dem Suchenden Ergebnisse in Form von Musikdateien, Videodateien und Texten anbietet.
Die Musikdateien sind vornehmlich im MP3 Format, und die Suchergebnisse für Videos und Texte stammen fast (?) ausschließlich aus YouTube und Wikipedia.
Die Ergebnisse lassen sich direkt auf der seeqpod Seite abspielen, sogar Playlisten lassen sich anlegen. Herunterladen kann man die Fundstücke zwar nicht, aber die URLs der Suchergebnisse werden angezeigt. Im Bereich der Charts und englischsprachiger Musik finden sich sehr viele Lieder, gerade Lieder aus dem deutschsprachigen Raum sind allerdings spärlicher vertreten, die bekanntesten Lieder werden aber auch in diesem Bereich gefunden.

spool.fm
spool.fm ist vom Funktionsumfang seeqpod sehr ähnlich, allerdings nur auf Musikdateien bezogen. Auch hier ist es möglich Musik zu suchen, Playlists zu erstellen und diese direkt abzuspielen. Zusätzlich bietet spool.fm die Möglichkeit die Fundstücke zu bewerten.
Die Anzahl der gefundenen Musikdateien scheint im englischsprachigen Raum seeqpod zu ähneln, für deutschsprachige Musik ist spool.fm meist unterlegen.

songza
Die dritte Alternative ist songza. songza bietet wie die anderen Suchmaschinen ebenfalls die Möglichkeit Playlisten zu erstellen und Musik direkt abzuspielen. Darüberhinaus gibt es Listen der “top played” Songs. Ein besonderes Feature ist die “Musik you might like” Liste. Dort bekommt man Interpreten angeboten, deren Musik ähnlich der gerade gespielten ist. Das Design von songza ist das modernste der drei Kontrahenten, elegant und funktional. Die Anzahl der Suchergebnisse scheinen zwischen seeqpod und spool.fm zu liegen.
chilirec
Ein anderer neuartiger Dienst ist chilirec. chilirec befindet sich momentan noch im Beta-Status und bietet die Möglichkeit je nach Musikgeschmack eine Reihe Internetradios aus einer vorgegeben Liste zu wählen. Die Lieder dieser Radios werden dann ab diesem Zeitpunkt in einer persönlichen Online-Datenbank gespeichert.
Hat man mit der Zeit eine Reihe von Liedern in seiner Liste (bei einem kurzen Test, tauchten nur Lieder einzelner Internetradios in der Liste auf, viele andere schienen entweder gerade nicht zu senden (?) oder nicht gespeichert zu werden. Das Hinzufügen eigener Internetradios ist leider nicht möglich.
Dafür lassen sich einzelne Lieder im MP3 Format herunterladen. Es gibt allerdings keine Möglichkeit mehrere/alle Lieder auf einmal herunterzuladen.
Die Lieder lassen sich analog zu den Musik Suchmaschinen in einer Playlist anordnen und direkt abspielen.
Der Dienst hat sicherlich noch einige Schwächen:
Hier ist allerdings zu bedenken, dass der Dienst sich noch im Beta-Status befindet, und trotz dieser Schwächen gegenüber Suchmaschinen einige Vorteile bietet. Einige Bedingungen des Dienstes sind allerdings noch unklar. Eine zentrale Frage ist sicherlich: Wie groß kann/darf die eigene Datenbank werden?
Letztendlich bleibt nur noch der obligatorische Hinweis: Ladet keine geschützte Musik herunter! ![]()



