Interkulturell für Deutschland beten

Es gibt viele Christen nicht-deutscher Herkunft, die hier leben und denen es nicht egal ist, wie es unserem Land ergeht. Deshalb haben wir -
Gemeinsam für Berlin - einen interkulturellen Gebetstag für unser Land am 3. Oktober veranstaltet. Etwa sechs Stunden lang sangen und beteten Christen aus wahrscheinlich zwei Dutzend verschiedenen Nationen gemeinsam für gesellschaftliche, soziale und geistliche Anliegen, die unser Land betreffen. Einen ausführlichen Bericht mit Bildern gibt es auf dem
Transforum Blog. Mein Favorit: der kleine, tamilische Anbeter in Windeln auf den Armen seines Vaters, der alles gibt!
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Gebet
Unfassbar schön und wahr, aber fast unbegreiflich:
Gott will, wenn wir zu ihm beten, nicht etwas Neues von uns hören, sondern er möchte uns hören - und das immer wieder aufs Neue. Eckstein, Hans-Joachim
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Was ist exakt?
Als ich vorhin in der Sonne saß, dachte ich: Gott hat mir - zumindest in manchen Bereichen - wirklich exakt gegeben, was ich mir im Tiefsten gewünscht habe..dafür waren manches Prozesse nötig, die ich nicht als sonderlich angenehm empfand (z. B. der lange, mühevolle Aufbau des Verlags, mit dessen Hilfe ich jetzt leichter Menschen bereichern kann als vorher). Aber er hat offensichtlich mein Herz und meine Wünsche gesehen....und mir gegeben, wonach ich mich sehne...lebendig sein und anderen zum Leben helfen - auch wenn es manchmal mehr gekostet hat, als ich dachte.
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Neidisch auf Tote und gerne lebendig
Kann man auf Tote neidisch sein? Ich war es heute. Auf König David, der in Psalm 21 über sich schreibt:
You gave him exactly what he wanted;
you didn't hold back. [Message Bible]
Ich habe geweint, als ich das gelesen habe, weil ich das in meinem Leben nicht immer sagen kann, dass Gott mir exakt das gegeben hat, was ich mir gewünscht habe. In manchen Lebensphasen und Lebensbereichen scheinen meine Gebete und das, was Gott auf meine Gebete hin (nicht) getan hat, meilenweit voneinander entfernt zu sein. Ich war / bin neidisch auf David, der das von sich sagen kann. Ist er eines von Gottes Lieblingskindern? Wieso ist das bei mir nicht so?
Als ob Gott mich trösten wollte, bin ich heute mit Liebe und Wertschätzung überschüttet worden:
- Eine Klientin schrieb mir, wie sehr sie es schätzt, dass ich gut organisiert, aber nicht totorganisiert bin, sondern flexibel
- Eine Freundin schrieb mir, dass sie Tränen in den Augen hat, wenn sie an die Tage denkt, die sie mit mir verbracht hat
- Ein Kunde rief an, nur um mir zu sagen, wie sehr ihn ein Buch aus meinem Verlag bewegt und geholfen hat
- Eine andere Freundin schrieb mir eine wunderschöne E-Card, um sich für unsere Freundschaft zu bedanken
- Ein Pfarrer nutzte die Urlaubszeit, um mir zu schreiben, wie gut er meine Bücher und Impulshefte findet...
Ja, das ist exakt, was ich will: Menschen bereichern, beschenken (und es durchaus selbst genießen)...
Ja, in gewisser Weise gibt mir Gott "exactly what I wanted"...in manchen Bereichen weit mehr als ich denken und erwarten konnte...zum Weinen schön.
In anderen Bereichen...naja, da müssen wir noch reden.
Aber wie David das für sich zusammen gebracht hat, was er erlebt hat ist mir auch ein Rätsel: Verachtung, Verstoß, Ungerechtigkeit, Krieg, Vergewaltigung seiner Tochter, Tot mehrerer Söhne...um nur einige der Low lights zu nennen. Wie er da zu dem Schluss kam "Gott gab ihm genau das, was er erbeten hat" ist mir ein Rätsel. Vielleicht schreibt er auch nicht über sich, sondern über den anderen König, Jesus...aber auch da...
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Plattgeschrieben

Puh. Gerade habe ich drei Stunden lang an verschiedene Menschen und Organisationen geschrieben, die mit Schülern und Schulen zu tun haben und sie über das neue Impulsheft
"Für Schulen beten" informiert. Ich hoffe, dass die Mail nicht irgendwie im Papierkorb landet, sondern Leute die Chance sehen, die in dem Heft steckt: ganz spezifische und praktische Gebetsinformation, die dazu beitragen kann, dass Gebet für Schulen konkret wird und ichtig Spass macht.
Ich träume davon, dass das Schuljahr 2008/09 ein Jahr wird, an dem an vielen Schulen positive Veränderungen eintreten:
- mehr Verständnis und Miteinander
- wachsende Begeisterung am Lernen
- zunehmende seelische und körperliche Gesundheit von Schülern und Lehrern
- mehr Raum, das Evangelium an den Schulen zu leben und zu verkündigen.
Ich träume davon, dass Gemeinden
- Schüler und Lehrer betend begleiten
- zu Schuljahresbeginn Schüler und Lehrer für das Jahr an der Schule segnen
- Gemeinden ältere und jüngere Christen ermutigen, Paten für einen Schüler oder Lehrer zu werden und regelmäßig für ihn zu beten...und zu fragen, wie es geht.
Und hoffe, dass ich mit dem Heft etwas dazu beitragen kann, dass dieser Traum Realität wird.
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Gebete mit Langzeitwirkung
Manche Gebete erhört der Herr nicht sofort (erkennbar). Als Teenager habe ich regelmässig für einige bestimmte Länder gebetet. Ein Land auf der arabischen Halbinsel, Japan, Indien, Pakistan, Bhutan, China. Im Herbst wurde ich in das erste Land auf der Liste eingeladen, um dort auf einer Frauenkonferenz zu sprechen. Heute erhielt ich eine Anfrage aus Japan. Eine Frau, die dort arbeitet, schrieb mir:
"In dem Zusammenhang bin ich auch immer wieder mit jungen Japanern im Gespräch und
benutze auch so manch eines Ihrer Hefte, als Leitfaden, um den jungen Leute geistliche
Impulse zu geben oder über bestimmte Themen nachzudenken. Das Interessante ist, dass gerade ihre kleinen Impulshefte das Gefühl/Herz der Japaner zu treffen scheinen und sie selbst wenn sie kein Deutsch verstehen können davon angesprochen werden." Sie frage mich, ob es möglich wäre, einige der Impulshefte ins Japanische zu übersetzen.
Das finde ich natürlich supercool, auch wenn natürlich noch einige Dinge geklärt werden müssen. Ob das wohl etwas mit meinen Gebeten von damals, dass Gott dieses Land segnen möge, zu tun hat?
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Kleine Gebete erhört der Herr sofort
Ich bin immer wieder erstaunt darüber, welche Gebete Gott erhört, welche nicht oder nicht so (schnell) wie ich mir das vorstelle. Gerade habe ich diebezüglich eine interessante Erfahrung gemacht. Seit Wochen versuche ich mir abzugewöhnen, wenn ich angestrengt bin, die Zähne zusammen zu beißen. Das führt zu Verspannungen, mit tut der Kiefer dann weh, das Gesicht sieht härter und unfreundlicher aus, es tut mir insgesamt nicht gut. Bisher war ich dabei nicht wirklich erfolgreich.
Gestern bin ich auf die brillante Idee gekommen, ich könnte Gott doch bitten, mir dabei zu helfen. Schließlich ist er der gute Vater, der sich um seine Kinder kümmert. In einem sehr spannenden Buch über die Wechselwirkung von Körper und Emotion las ich gestern Abend, dass die Stellung von Becken und Brustkorb sich auf die Stellung von Unter- und Oberkiefer auswirkt. Das fand ich erst mal nur interessant.
Heute Morgen, als ich gebetet habe, machte ich eine spannende Entdeckung: Wenn ich die Wirbelsäule aufrichte, so dass Becken und Brustkorb möglichst weit voneinander entfernt sind, löst sich auch der Kiefer - oder umgekehrt: Wenn ich mit dem Rücken zusammensacke, beiße ich
automatisch die Zähne zusammen. Jetzt weiß ich: Wenn ich den Kiefer entspannen will, muss ich den ganzen Rücken aufrichten....Sehr spannend.
Manche Gebete erhört Gott wirklich schnell!
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Begegnung mit links
Markus [Name geändert] ist das beste Pferd im Stall, wie Barbara sagt. Er ist jung und stark und wenn es Jobs zu erledigen gibt, für die die anderen nicht genug Kraft haben, übernimmt er das: schwere Bäume sägen, Kanister schleppen, Gruben graben. Meistens macht er es mit einem Lächeln. Zumindest dann, wenn es nicht zu früh am Morgen ist.
Er ist bei Eltern aufgewachsen, die Christen sind. Er selbst hat mal gehofft, Gott würde sich ihm zeigen, ihn spüren lassen, dass er existiert. Als das für ihn nicht spürbar geschah, hat er beschlossen, dass es ihn nicht gibt. Punkt. Aus. Ist dann in die Hamburger linke Szene eingetaucht und muss sich demnächst vor Gericht wegen Gewalt gegen die Polizei verantworten. Ob er es wieder tun würde, fragte ich..."Manchmal ist die Wut so groß..." Wir saßen stundenlang am Holztisch auf der Veranda, den jemand aus einer alten Tür gezimmert hat - ziemlich cooles design, ziemlich uncool zum Saubermachen.
Er erzählte mir von seinem Wunsch, etwas zu verändern. Ich erzählte ihm von unseren Versuchen, in Berlin Gewalt durch Gebet, Gespräche und Dasein zu verhindern, von einzelnen gelungenen Momenten, wo Versöhnung möglich war. Wir unterhielten uns über die vielen Spaltungen in der Linken Szene (Linke, Punks, Autonome) "Die Szene ist so gespalten, dass wir uns nur bei Krawallen verbunden fühlen...", manche Widersprüche "Natürlich ist es absurd, gegen das kapitalistische System zu sein und sich gleichzeitig den Lebensunterhalt von den reichen Eltern finanzieren zu lassen!" Immer wieder betonte er, dass er sehen und glauben können müsste, dass es möglich wäre, Ziele auch ohne Gewalt durchsetzen zu können, um auf Gewalt verzichten zu können." Glaube ist alles?!
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Mein Lieblingsterrorist
Eine Organisation hat auf ihrer
Internet-Seite die Fotos, Namen und Biographien von einer Reihe von weltweit gesuchten Terroristen veröffentlicht - mit der Bitte, für einen der Terroristen regelmäßig zu beten, weil Gebet mehr verändert als alle Gewalt. Ich finde es cool. Selbst wenn es im Leben des Terroristen nichts verändern sollte - im Herzen des Beters wird es das allemal tun. Es verändert sich etwas, wenn man nicht mehr "die Terroristen" sieht, sondern für Hussein, Adnan, Ahmed, Ali und Amer und ihre Familie betet.
Meine beiden "Lieblingsterroristen" sind zwei Männer aus meinem Bekanntenkreis mit heftiger krimineller Vergangenheit, die beide zu Jesus gefunden und deren Leben sich dadurch drastisch verändert hat. Bei einem von beiden weiß ich, dass da Jemand war, der für ihn gebetet hat.
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Gebetsladen
Eine der coolsten Geschichten, die am
Transforum erzählt wurden, war die vom Nürnberger
Gebetsladen. Da haben Christen verschiedener Gemeinden einfach mitten in der Fußgängerzone einen Laden gemietet, in dem Gebet angeboten wird. Natürlich umsonst. Sie beten für Menschen und erleben wie Gott handelt, Menschen berührt, emotional und körperlich heilt, wie Menschen erste oder zweite oder dritte Schritte im Glauben machen, Jesus begegnen. Was ich cool finde. Die Leute vom Gebetsladen arbeiten nicht nur mit vielen Gemeinden, sondern auch mit dem Psychosozialen Beratungsdienst zusammen. Bei Bedarf nach weiterführender professioneller Begleitung, können sie Menschen dorthin schicken. Und die Leute vom Beratungsdienst schicken umgekehrt Menschen, bei denen sie denken: "denen würde Gebet gut tun" zum Gebetsladen.
Die Franken träumen davon, dass ihr Modell Schule macht und bieten unter
GladX.de Infos und Unterstützung für andere Gebetsladen-Gründer an.
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Ding oder Menschen
In christlichen Kreisen heißt es oft: "Gott sucht Anbetung." So steht das nicht in dem Buch. Da steht "Gott sucht Anbeter." Keine Sache, sondern Menschen, die in staunende Kommunikation mit ihm treten. "If you open your eyes wide in wonder and belief, your body fills up with light." (Mt. 6, 22
The Message Bible) [Danke,
Günter, dass du mich auf den
Beitrag von Storch zu dem Thema aufmerksam gemacht hast.]
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Gebet
Hat mir ein Freund geschickt:
Für mich ist das Gebet
so etwas wie ein Haken,
den ich in den Himmel werfe.
habe ich erst ein paar
dort oben festgemacht,
dann kann ich daran schaukeln,
wenn mir jemand die Welt
unter den Füßen wegzieht
(Autor unbekannt)
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Gott erleben
Wir alle wünschen uns, Gott mehr zu erleben. Steht auch in dem Buch. Dummerweise erleben wir ihn meistens dann, wenn wir in Situationen sind, wo wir ihn tatsächlich brauchen, weil wir am Ende unserer eigenen Kapazitäten angekommen sind. Unnötig zu erwähnen, dass wir derartige Situationen am liebsten vermeiden. Treffend beschrieben haben das zwei englische Christen, die in einem Einkaufszentrum einem Rumänen begegnet, der ohne Job, Wohnung und Geld war. Und ohne Englischkenntnisse.
"These are the situations I admire about other people's stories but desperately try to avoid." [Genau die Art von Situationen, die ich in den Geschichten anderer Leute so bewundere, aber selbst verzweifelt zu vermeiden versuche. Wie die Geschichte weitergeht, könnt ihr bei
24-7 prayer nachlesen [Englisch]. Für mich ist es ein Stück Antwort auf mein Gebet von heute Morgen, wie ich Gott mehr erleben kann...[was nicht heißt, dass ich auf DIE Antwort scharf war.]
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Fünf Finger Gebet

Neulich habe ich in einem Vortrag darüber gesprochen, dass man die fünf Finger zu Hilfe nehmen kann, um sich an bestimmte Aspekte des Gebets zu erinnern. Jetzt hat mir eine Zuhörerin (danke, Ute!) eine Grafik dazu gemacht und gemailt. Wie schön!
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Betende Freunde
Seit Jahren habe ich einen Traum fuer ein Projekt auf dem Herzen, jetzt sieht es so aus, also ob er sich erfuellt. Gestern kam Shannon mit einem Zettel in der Hand aus dem Schlafzimmer...und fragte mich, ob ich mich daran erinnern koennte, dass ich sie gebeten hatte, fuer meinen Traum zu beten...sie zeigte mir einen Zettel, auf den ich etwa im Jahr 2003 insgesamt 14 einzelne Punkte aufgeschrieben hatte, die ich mir von Gott fuer das Projekt wuensche. Bei einem stand "optional" dahinter, also etwas, was nett, aber nicht unbedingt noetig waere, ein Punkt ist noch offen, entscheidet sich hoffentlich in den naechsten 3 Wochen....wenn der "durch" ist, dann sind - mit Ausnahme von Punkt "optional", der nicht erhoert ist, alle 13 sehr spezifischen Bitten fuer das Projekt erhoert worden...Sie hatte den Zettel jahrelang an ihrer Gebetswand haengen...und Gott immer wieder darum gebeten, fuer mich zu handeln...wow...
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Anders als geplant
Die letzten Wochen waren ziemlich anstrengend: viele Zahnarzttermine, eine lästige Auseinandersetzung mit Jemandem, der mich belügt und betrügt (
den Zahn, dass man so was mit mir machen darf würde
ich ihm gerne ziehen), viele kurze Nächte wegen Besuch und Einsätzen und das ganze Marketing für meine Projekte im Herbst. So was finde ich ziemlich anstrengend, weil Sachen bei mir Prozesshaft wachsen, manchmal schneller, manchmal langsamer als ich mir das vorher denken. Ich finde es schwierig, heute dem Buchhandel mitzuteilen: Bis Oktober werde ich genau dies oder jenes fertig gestellt haben. Kurz: Es liegen ein paar anstrengende Wochen hinter mir und ich habe beschlossen, einige Tage etwas kürzer zu treten und mir besonders viel Zeit für die Begegnung mit Gott zu nehmen.
Heute Morgen habe ich empfunden, dass Gott zu mir sagt: "Leg in den nächsten beiden Tagen einfach nur deine Lasten bei mir ab." Ich habe begonnen, mit ihm darüber zu reden, was mir schwer fiel, mich enttäuscht oder traurig gemacht hat, was ich gerne anders hätte. Irgendwann haben wir über ein Geschäftsthema geredet. Und mir fiel beim Beten eine Lösung ein, die so gut ist, dass sie nicht nur für mich hilfreich wäre, sondern auch für andere. Ich habe mir einen Zettel geholt und angefangen, das Projekt, das dafür nötig wäre, zu skizzieren, ein grobes Raster aufgestellt, die wichtigsten Eckdaten festgelegt und gleich zwei Leute um Feedback gebeten....voller Energie und mit Begeisterung über das, was ich daraus machen kann.
Irgendwann fragte ich mich, ob Gott sich nun denkt: "Was macht sie da? Ich habe ihr gesagt, sie soll Lasten bei mir abladen - und was macht sie? Sie entwickelt neue Ideen!!!" Aber ich glaube, er hat sich im Grunde gefreut. Die Idee ist nämlich wirklich gut...
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Auftakt
Am Wochenende waren wir mal wieder auf den Straßen der Stadt unterwegs, um zu beten. Verschiedene Gruppen hatten zu einer
Demonstration aufgerufen, um gegen das "Europa der Anderen" zu demonstrieren und einen Auftakt für den ersten Mai zu setzen. Uns war es wichtig, dafür zu beten, dass berechtigte Anliegen auch von der Öffentlichkeit gehört werden, aber nicht zu Ausschreitungen kommt. Als wir im Vorfeld die Strecke schon mal abliefen, entdeckte ich im Schaukasten einer Gemeinde ein Blatt aus dem Kalender "Rote Details", den ich 2006 publiziert hatte. Darauf ist ein roter Hydrant zu sehen und ein Zitat von Spurgeon zu lesen: "Um Kraft in der Öffentlichkeit zu haben, musst du Kraft im Verborgenen empfangen!" Mich hat das sehr berührt, dass etwas, was ich gestaltet habe, offensichtlich andere Menschen inspiriert und auf den Strassen (genauer gesagt auf einer Strasse) meiner Stadt zu sehen ist. Vielleicht hat es auch der eine oder der andere Demonstrant im Vorbeigehen gelesen.
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Unerhörte Gebet
Den Zusammenhang zwischen Gottes Wirken und unserem Handeln auszuloten wird wohl auf dieser Erde nie gelingen. Ja, ich glaube, dass Gott Gebete erhört, dass er handelnd und helfend eingreift, wenn wir ihn um sein Wirken bitten - weil er es gesagt und versprochen hat und weil ich es selbst unverschämt oft erlebt habe, dass auf mein Gebet hin erstaunliche Dinge passiert sind. Ein Freund von mir, der sich selbst als Atheisten bezeichnete, sagte mir, nachdem er mehrere außergewöhnliche Geschichten miterlebt hatte: "Bisher habe ich immer an den Zufall geglaubt. Aber der kommt bei dir hart an seine Grenzen!"
Aber als ich in den vergangenen Tagen meine Aufzeichnugen aus den Zeiten, die ich (fast) täglich in der bewussten Begegnung mit Gott verbringe, durchgelesen habe, habe ich die Aufzeichnung von schmerzlich viele Bitten gelesen, die nicht erhört worden sind. Viele davon hatten mit zwischenmenschlichen Problemen und Konflikten zu tun. Ich frage mich, ob die Nicht-Erhörung dieser Gebete womöglich damit zu tun hat, dass es gar nicht Gottes "Job" war, sie zu erhören, sondern meine Aufgabe gewesen wäre, nach guten Lösungen zu suchen. Und dass er mir dafür dann seine Hilfe und Unterstützung gegeben hätte.
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