Ordnung im Blog

Das Blog ist ja so etwas wie die virtuelle Heimat eines WebZwoNullies. Das hab ich inzwischen kapiert. Der Knoten, an dem alles zusammenlaufen sollte, die Visitenkarte.

Meine Visitenkarte indes sah von Beginn an etwas wüst aus: Ein wildes Sammelsurium von Badges, Widgets und sonstigem Kram in der Sidebar, die als Zeiger in die weite Welt des WWW-2.0 weisen sollten, um mich - falls gewollt - bei verschiedenen Services auffindbar zu machen. Designmäßig war das nicht so dolle, aber zweckmäßig.

Mit dem Wildwuchs könnte jetzt Schluss sein, denn via @jodeleit bin ich auf retaggr.com aufmerksam geworden. Dieser Dienst aggregiert die virtuelle Identität im Web in einem bereits bereits recht gut ausgebauten Service. Hat man sich angemeldet und die Adressen seiner diversen Web-2.0-Aktivitäten hinterlegt, bekommt man als Ergebnis seine virtuelle Visitenkarte: ein Widget (siehe Sidebar) bzw. eine html-Signatur, die alle Profile, die man eben so pflegt, vereinigt. Die Icons sind clickable, und je nach Tiefe der Implementierung erscheinen die eigenen letzten Aktivitäten bei dem jeweiligen Dienst in einem kleinen Fensterchen: Updates, Playlists, Fotos, Videos, was auch immer. Besser habe ich das bisher noch nicht gesehen. Und: Die kompakte, schnörkelfreie Darstellung hält das eigene Blog designtechnisch einigermaßen sauber. Ich lass das jetzt mal eine Weile laufen und warte ab, welche weiteren Dienste noch integriert werden. Und inzwischen überlege ich mir, wie ich meine Sidebar weiter entrümple. :-)

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Lotto-Träume

Zuweilen trifft Amor offenbar nicht nur in der Liebe, sondern auch die richtigen Zahlen…

Vergangene Woche hat ein Lotto-Spieler aus der Nähe von Heidelberg den Jackpot geknackt und 12,5 Millionen Euro abgeräumt. Jetzt verriet er, wie er zu seinen Glückszahlen kam: Er hat einen Dart-Pfeil geworfen.

Er vergrößerte einen Lottoschein auf die Größe einer Zielscheibe und warf dann seine Pfeile sechs Mal ziemlich treffsicher in die Mitte, unter anderem auf den Vierling 25, 26, 27, 28.

Nach seinem Gewinn will er zunächst ganz normal weiterarbeiten, verriet er der Lottozentrale. Ein Haus will er kaufen, eine Weltreise buchen - und eine Dauerkarte von 1899 Hoffenheim erstehen: “Vielleicht kann ich Herrn Hopp ja dann die Hand schütteln.”

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LLL - Laub-Leuchten im Luisenpark

Wenn man sich die Wetterprognosen so anhört, dann soll es in den kommenden Tagen ja einigermaßen grauenhaft werden. Deshalb hier noch einmal ein paar Bilder aus dem Luisenpark - so schön kann der Herbst nämlich auch sein. Ach ja - und falls einer noch immer Nemo sucht: Er wohnt jetzt im Luisenpark-Aquarium…

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Wird das die neue Seuche?

Wie - Du kannst das nicht lesen? Tzzz… ;-)

Einen Reader fürs Handy gibt’s z.B. beetagg.com. Have fun!

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Hoffenheims Offensiv-Gala gegen Karlsruhe

via RNF (dpa-Ticker):

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Zurück aus Tempelhof - mit der ganzen Geschichte…

Mein letzter Post über den letzten Tag von Tempelhof endete inhaltlich ja so gegen 18 Uhr. Alles, was danach noch geschah, will ich hier jetzt gar nicht mehr in viele Worte fassen: die Demo am Platz der Luftbrücke, Pfiffe gegen Wowereit, die Gala in der Abflughalle, der Medienrummel, der letzte Start einer Linienmaschine, die kleine Fete in Mannheim - das alles ist in diesem Video im Portal von RNF zu sehen (deswegen war ich ja eigentlich in Berlin…). Also - kein echtes Vlog, aber fast…

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Bye, bye Tempelhof

Da kommt man aus der Provinz und ist plötzlich unversehens mitten drin in der deutschen Geschichte… Sowas kommt ja echt nur selten vor - aber heute ist wohl so ein Tag. Heute um Mitternacht schließt der Flughafen Berlin-Tempelhof endgültig seine Pforten. Der älteste Verkehrsflughafen der Welt, nach 85 Jahren. Das Symbol der Luftbrücke, die nach dem 2. Weltkrieg - darf man das so plakativ sagen? - Berlin vor dem Verhungern rettete. Ein Denkmal mit Geschichte. Ein architektonisches Monument, das nun schlichtweg nicht mehr gebraucht wird. Oder vermeintlich nicht mehr gebraucht wird - da gehen die Meinungen himmelweit auseinander. Im Detail informiert die Berliner Presse in diesen Tagen ausführlich über die Schließung des “Zentralflughafens” und den Streit darum, zum Beispiel hier oder hier - und das sind nur zwei von vielen Anlaufstellen.

Es ist wohl nicht mehr als eine Randnotiz der Geschichte, dass der letzte Linienflug von Tempelhof nach Mannheim geht: heute Abend um 22 Uhr. Und wie redaktionelle Dienstpläne manchmal so spielen: als Journalist aus Mannheim darf ich diesen letzten Linienstart von Tempelhof begleiten, um in der Metropolregion Rhein-Neckar zu berichten, was so Besonderes an diesem Flug war.

Wieviel Emotion bei den Berlinern mitschwingt, wenn es um “ihren” Flughafen geht, das hab’ ich erst kapiert, als ich heute vor Ort war und ein bisschen gelauscht habe, als Männer, die um etliches älter sind als ich, über den Flughafen geredet haben. Sie haben ganz offenbar das Gefühl, ein Stück Identität zu verlieren. Sie schimpfen auf ihre Regierung, die den Airport aufgegeben hat. Sie fürchten, dass die wirtschaftlich angeschlagene Hauptstadt weiter an Attraktivität verliert. Sie spötteln darüber, dass der Flughafen ohne Not dicht macht und kein Mensch eine Ahnung hat, was mit dem Areal nun eigentlich weiter passieren soll.

Und der Tag heute in Berlin passte irgendwie auch zur Depri- und Abschieds-Stimmung: Es war kalt, nass, ungemütlich, und sicherlich wird sich morgen der ein oder andere Kollege der Hauptstadt-Journaille die Floskel: “Der Himmel weinte zum Abschied…” nicht verkneifen können… (Was im übrigen dann auch der Grund wäre, wenn ich ab morgen mit einem grippalen Infekt zu Bette liege - aber das nur ganz nebenbei als Randnotiz zu den Produktionsbedingungen heute *Jacke auswring*…)

Andererseits sind sicherlich auch eine ganze Menge Menschen froh, dass es mit dem Flugbetrieb in Tempelhof nun ein Ende hat - zum Beispiel jene, denen man bei der Landung mitten in der Stadt nachgerade ins Wohnzimmer gucken konnte. Aber sie sind offenbar in der Minderheit - wenn man dieser Online-Umfrage glauben darf: Stand 17:30 Uhr heute Abend wenden sich knapp 80 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen die Schließung. Das ist schon ein Packen. Und dennoch wird das nichts mehr ändern: Heute Abend ab 20 Uhr steigt in der Abflughalle ein Gala-Abend zum Ende Tempelhofs, und auch die ist heftig umstritten. Vielleicht auch deswegen, weil lediglich 800 geladene VIPs offiziell Abschied nehmen dürfen. Für Normalos blieb die Halle am letzten Tag verschlossen. Sie dürfen sich das Spektakel heute Abend live im RBB anschauen, der die Terminalhalle in ein Fernsehstudio verwandelt hat. Dennoch - das konnte ich heute beobachten - kamen viele Berliner um zu kiebitzen. Einer stellte ein Grablicht auf, andere fotografierten das letzte große Aufgebot. Für 18 Uhr ist eine Demonstration gegen die Schließung rund um das Luftbrückendenkmal geplant - es geht den Berlinern also ans Herz, dass Tempelhof nicht mehr sein wird.

Was ändert sich nun für uns Mannheimer? Nun - wir können das Treiben relativ gelassen sehen. Unsere “Haus-Airline”, Cirrus, landet ab morgen in Tegel. Der Weg in die Stadt ist etwas weiter, die Reisezeiten verlängern, die Attraktivität der Verbindung nimmt ab. In der Vergangenheit war der Flug von Mannheim nach Berlin so ein bisschen wie Busfahren - von der City in die City, direkter Anschluss ans Zentrum, begleitet von kurzen Abfertigungszeiten am Terminal. Das war Luxus, klar, und der kostete auch entsprechend: etwa ab 560 Euro (lt. Website von Cirrus Airlines heute). Mit Billigfliegen hat das sicher nichts zu tun. Aber Geschäftsreisende haben ihre Vorteile von der Berlin-Connection, und deswegen sind die DO-328s zwischen Mannheim und Berlin auch gut gebucht. Daran wird sich nach allem, was man heute hört, nicht viel ändern. Für Mannheimer ändert sich wohl etwas am Komfort der Verbindung - die Emotion eines Berliners gegenüber Tempelhof haben sie jedoch sicherlich nicht.

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Lächeln (dümmlich)

Nun weiß ja jeder, dass ich keine Ahnung von Fußball habe. Dass ich ein Fähnchen im Wind und ein Schönwetter-Fan bin. Und auch wenn ich der Letzte bin, der heute zu jubeln hätte, so stelle ich doch fest, dass ich seit Stunden die Welt mit einem dümmlichen Lächeln beglücke. Warum? 1899 Hoffenheim hat den HSV mit 3:0 gewickelt. Tabellenführer! Yay!

Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) jubelt dazu kurz und knapp (zitiert via RNF):

Hoffenheim entzaubert HSV: Mit 3:0 an die Tabellenspitze

Mannheim (dpa) – Mit atemberaubendem Tempo-Fußball haben die Himmelsstürmer von 1899 Hoffenheim auch den Hamburger SV entzaubert und die Hanseaten von der Tabellenspitze der Bundesliga gestürzt. Die Badener erteilten dem HSV am Sonntag in Mannheim mit 3:0 (3:0) eine wahre Lehrstunde und eroberten selbst Platz eins. Vor 26 300 Zuschauern im ausverkauften Carl-Benz-Stadion trafen Chinedu Obasi (7./36.) und Vedad Ibisevic (13.) mit seinem zehnten Saisontor für den Aufsteiger. Dagegen enttäuschte der HSV drei Tage nach dem UEFA- Cup-Sieg in Zilina auf ganzer Linie und war vor allem in der Defensive völlig überfordert.

Weil ich ja nun ein Schönwetter-Fan bin, habe ich mich nicht rechtzeitig um Karten gekümmert und war auch nicht vor Ort im Carl-Benz-Stadion dabei. Aber ich hab’ immerhin einen Livestream im Internet ausfindig gemacht und mir das Spiel 92 Minuten lang angeschaut. Und ich hab tollen Fußball gesehen. Schnelle Hoffenheimer Pässe in die Spitze, eine trudelnde HSV-Abwehr, vergleichweise desillusionierte Petrics und Olics. Das hat richtig Spaß gemacht.

Spätestens seit diesem souveränen Sieg gegen einen ausgemachten Traditionsverein und eventuell sogar Titelaspiranten ist 1899 Hoffenheim als ernst zu nehmender Konkurrent in der Bundesliga nicht mehr wegzudiskutieren - und wird von nun an gejagt werden. Der Sieg über den HSV war kein “Anfängerglück” mehr: 1899 zeigte Substanz und Energie über die gesamte Spielzeit. Und: Der Erfolg von heute kann “Hoffe” noch eine Weile tragen - das ist eine Riesenchance für den weiteren Verlauf der Saison, wenn auch Kraft und Konzentration ausreichen. Die Energie innerhalb des Teams zu kanalisieren und einen kollektiven Höhenflug zu verhindern; das wird wohl die Hauptaufgabe von Coach Ralf Rangnick in den nächsten Tagen sein.

Ich für meinen Teil werde in den kommenden Tagen mal lesen, was die einschlägigen Blogs über das Spiel so schreiben… also die Menschen, die wirklich Ahnung vom Sujet Fußball haben… :-P

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Mein erster Weburzeltag

Nun isses zwar schon ein paar Tage her, trotzdem möchte ich mich hier und öffentlich für die vielen Glückwünsche zum Geburtstag bedanken. Das geht leider nur so ganz global - wenn ich das bei jedem einzeln tun wollte, wäre ich (eventuell) bis zum nächsten Geburtstag beschäftigt…

Vielleicht ist das auch ein Phänomen im neuen Web: Dass man mal eben ganz schnell jemandem was Gutes wünscht - der Aufwand ist gering, die Freude groß. Bei mir schlugen die Glückwünsche via Twitter, Plörk, Xing, studiVZ etc. fast schon im Minutentakt ein - wie gesagt: vielen Dank Euch allen! Da ich per Blog, Twitter etc. zwar schon seit Jahren latent, aber so richtig eigentlich erst seit Monaten präsent bin, hat mich das doch etwas überrascht: einen echten “Weburzeltag” hatte ich bisher noch nicht.

Den Spitzenplatz im Glückwunschranking belegte dabei das Social Network Wer-kennt-wen: Dort liefen den Tag über etwa 55 Gästebucheinträge und an die 45 private Mails auf. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass WKW besonders in unserer Region zurzeit große Verbreitungserfolge feiert mit bislang nicht gesehenen Vernetzungsgraden. Ich nutze WKW eher passiv, soll heißen: Ich lasse mich anklicken, fiebere in der Community aber nicht übermäßig mit. Es gibt aber doch eine Menge Menschen, die WKW als nachgerade “süchtig machend” bezeichnen, obwohl die Community - objektiv betrachtet - keine anderen oder bessere Features mitbringt als studiVZ oder Xing und definitiv weniger als Facebook. Es scheint aber so etwas wie die “deutsche Volkscommunity” zu werden, weil sie Leute zusammenbringt, die ansonsten mit dem Web 2.0 nichts am Hut haben. Das ist zumindest mein subjektiver Eindruck, den @casi mit seinem Blogpost allerdings nur bestätigt. Mich haben dort verloren geglaubte Eishockeykumpels wieder gefunden, alte Freunde aus der Grundschule sowie jede Menge Zuschauer unserer Sendung. Mein Dad organisiert jetzt - nach fast 50 Jahren - ein Klassentreffen fast ausschließlich über WKW. Die “Silver Surfer” sammeln sich dort also auch - und zwar ohne dass WKW irgendwelche speziellen “Silver Surfer Features” anböte.

Nun: der “Burzeltagsglückwunschindex” ist mit Sicherheit nicht repräsentativ - aber irgendwie schon lustig.

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Aktivitäts-Wochenende

Dieses Wochenende hat es für die Aktiven unter uns in der Metropolregion Rhein-Neckar doch einigermaßen in sich - nur mal eine kleine Auswahl: Zum einen war da heute der erste Helfertag in der Region: 6700 Freiwillige waren heute bei mehr als 300 Projekten unterwegs um zu renovieren, zu bauen, aufzuräumen. Heute Abend beim Einkaufen im Supermarkt hab ich einige der Volunteers mit ihren blauen “Wir-schaffen-was”-Shirts getroffen - und sie sahen wirklich einigermaßen geschafft aus.

Parallel dazu nahm “Wunder der Prärie” reale Formen an: Ein U-Boot, das aus Holz uns Müll gebaut worden war, setzte von Mannheim nach Ludwigshafen über. Kunst mal anders. Und in jedem Fall massentauglich.

Und morgen nun startet der “Odenwald-Bike-Marathon” in den Hügeln rund um Leutershausen an der Bergstraße. Und da werde ich sein. Nicht als Teilnehmer, sondern als Moderator - denn 90 Kilometer über Stock und Stein, nee, schaff’ ich nicht. Aber lustig wird’s an Start und Ziel bestimmt trotzdem - und kalt. Heute Nacht gibt’s wieder Temperaturen um den Gefrierpunkt - und los geht’s morgen früh ab 8:00 Uhr mit dem Halbmarathon der Läufer. Brrr… ;-)

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