Für bauliche Maßnahmen ist in der Regel ein Fundament notwendig, um die Baulast zu tragen. Ist der Untergrund nicht in der Lage, die Tragfähigkeit zu gewährleisten, kommt man nicht umhin, eine Bodenplatte zu erstellen.  Vor allem beim Fertighausbau werden normalerweise die verschiedenen Bauteile auf einer Bodenplatte installiert. Um Kosten zu sparen, besteht für Bauherren häufig die Möglichkeit, diese in Eigenleistung anzufertigen.

Gerade bei Gebäuden, die nicht unterkellert werden sollen, bietet sich eine Bodenplatte an. Auf kostenintensive Ausschachtungs- und Schalungsarbeiten kann durch sie verzichtet werden. Darum wird der Bodenplatte bei tragfähigem Untergrund meist der Vorzug gegeben. Nach den vorbereitenden Arbeiten wie der Bewehrung und Rohrverlegung erfolgt das Gießen der Platte. Dies gestaltet sich einfach, denn LKW fahren den fertigen Beton bis an die Baustelle heran, wo er im Normalfall mit einem Schlauch direkt am Standort eingefüllt wird. Der Boden wird mithilfe von Rüttlern verdichtet und die Bodenplatte ist bereits fertig.

Bei Verwendung frischen Betons sind allerdings schon noch anschließende Arbeiten auszuführen, denn die Schalung muss vor Witterungseinflüssen wie Sonnenstrahlung oder Frost geschützt werden. Bereits nach wenigen Tagen ist es meist möglich, das Aufmauern der Wände vorzunehmen. Neuerdings gewinnen immer mehr auch so genannte Thermosohlen an Bedeutung. Damit wird eine gedämmte Bodenplatte bezeichnet, die teilweise sogar auch eine integrierte Fußbodenheizung besitzt. Die Vorteile: Man benötigt weniger Beton, da der Hartschaumanteil der Thermobodenplatten ein Großteil der Dämmung übernimmt. Auch die Kosten solcher Sohlen überzeugen im Gegensatz zu Vollbetonbodenplatten. Auf dem mittelbar nutzbaren Estrich können die Räume des Hauses mit einem entsprechenden Fußbodenbelag versehen werden. Thermoplatten werden jedoch nicht nur im Hausbau eingesetzt, auch Garagen lassen sich auf ihnen aufbauen.


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Datum: Dienstag, 05. Juni 2007 | Kategorie: Bauen