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2008-07-15

Hamburg nimmt sich Zeit für China

[image]Die Hansestadt steht im September mal wieder im Zeichen von China: So findet vom 12. bis 27. September 2008 die Veranstaltungsreihe China Time statt, die der Hamburger Senat veranstaltet. Vorab läuft vom 10. bis 12. September die Wirtschaftskonferenz "The Hamburg Summit: China meets Europe“ statt. Ziel soll es laut der Pressemitteilung dazu sein,
die China-Kompetenz Hamburgs weiter zu stärken und in einem informativen und ansprechenden Programm der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit seinem über Jahrzehnte gewachsenen China-Knowhow schafft Hamburg eine Plattform des Dialoges. Veranstaltungen zu Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft wecken Aufmerksamkeit, vermitteln Informationen und ermöglichen Begegnungen. ... Ein Höhepunkt wird die feierliche Eröffnung des chinesischen Teehauses am 25. September 2008 sein, dessen architektonisches Vorbild das berühmte Huxinting-Teehaus im Shanghaier Yu-Garten ist. Auf dem Rathausmarkt erwarten die Besucher ab dem 12. September 2008 ein zehntägiger Chinesischer Markt, organisiert von Roncalli, mit Kunsthandwerkern, Händlern, Künstlern und chinesischer Gastronomie sowie ein Drachenboot-Schülercup auf der Binnenalster und am 13./14. September 2008 die Drachenbootregatta „Enter the Dragon“. Am 24. und 25. September bietet das Deutsch-Chinesische Bildungsforum bundesweit eine interdisziplinär ausgerichtete Plattform zu aktuellen Entwicklungen der Bildungssektoren beider Länder und der deutsch-chinesischen Bildungsprojekte.

Neben einem breiten Kultur- und Bildungsprogramm finden im Rahmen der CHINA TIME zahlreiche Vorträge und Podiumsrunden sowie aktuelle politische Diskussionen statt, so zum Beispiel die Podiumsdiskussion „China, Europa und die Menschenrechte: Wirtschaft statt Werte?“ der GAL Bürgerschaftsfraktion Hamburg am 11. September 2008. Darüber hinaus beleuchten u. a. die folgenden Veranstaltungen „Europa und China – gemeinsam in der Klimafalle?“ der Europa-Union am 15. September 2008 und die „One World, Different Dreams: Olympia 2008 und seine Folgen“ des GIGA German Institute of Global and Area Studies am 24. September 2008

Labels: hamburg, kultur, menschenrechte, wirtschaft

2008-07-10

USA sehen sich von chinesischen Spionen überrannt

Die New York Times berichtet über angeblich zunehmende chinesische Spionagetätigkeiten in den USA:
In interviews, current and former intelligence and law enforcement officials demonstrated uncertainty as to the precise scope of the problem of Chinese espionage. But many officials offered a similar description of the pattern of the cases: Chinese government and state-sponsored industries have relied on the Chinese diaspora — using immigrants, students and people of second- and third-generation Chinese heritage — and regular commercial relations to operate a system in which some people wittingly or unwittingly participate. One senior law enforcement official involved in prosecuting such cases said the Chinese had “a game plan of sending out lots of tiny feelers in hopes of getting back small bits of seemingly unrelated information in hopes of creating a larger picture.” David W. Szady, who as an assistant director of the F.B.I. ran its counterintelligence division until retiring in 2006, said the Chinese had “mastered the use of multiple redundant collection platforms” by looking for students, delegates to conferences, relatives and researchers to gather information.

Federal investigators have come to believe, Mr. Szady said in an interview, that while the collection system may appear haphazard, even random, the Chinese “have become very focused on what they want.” Officials said that several other nations, notably Iran and Russia, had aggressively engaged in espionage aimed at the United States. But Joel F. Brenner, the intelligence community’s top counterintelligence official, said China was by far the leading practitioner. In an interview, Mr. Brenner described China’s information-gathering efforts as “a full-court press and relentless.” As a result, he said, few professional analysts “really think that what’s going on is anything other than an orchestrated, deeply thought-out, strategic campaign.” But, Mr. Brenner said, not all the information-transfer cases involving China are part of that suspected government-led espionage effort. “Some instances are purely commercial and just involve greed,” he said.

Labels: spionage, usa

2008-06-30

Report zur Selbstzensur von Suchmaschinen in China

Das Citizen Lab am Munk Centre for International Studies der University of Toronto hat einen Bericht zur Selbstzensur großer westlicher Suchmaschinenbetreiber in China veröffentlicht. Bei Technology Review gibt es eine Zusammenfassung:
a new analysis suggests that search companies, including Google, Microsoft, and Yahoo, are independently deciding what to censor and could be censoring more information than Chinese laws demand. ... "The low overlap means that companies are choosing the exact content to censor or, alternatively, to not censor," says Nart Villeneuve, a senior research fellow at the Citizen Lab and the author of the report. "That doesn't mean that they're not getting guidance from the Chinese government in other ways," he notes. But Villeneuve says that if search engines are interpreting Chinese policies to decide what to censor, that introduces the possibility that they may block more content than is strictly necessary. ... according to Villeneuve's report, even with the self-censoring, foreign search engines provide about 20 percent more content on average than Internet users in China would otherwise be able to access through domestic search engines. But, he says, "The bigger issue is just that we don't know exactly what they're doing, and the search engine companies haven't been open publicly about what they're doing." ...

Villeneuve found 313 websites that were censored by at least one of the search engines during at least one of the tests he conducted. However, only 76 were censored at least once by all four, and, of those, only 8 were censored by all four each time he tested. Google had the lowest average number of censored sites, at 15.2 percent of those tested. Microsoft censored 15.7 percent of sites, followed by Yahoo at 20.8 percent and Baidu at 26.4 percent. Another characteristic Villeneuve tested was transparency, meaning how clearly a search engine notifies a user that a result has been censored. He found that Google maintained the highest transparency

Labels: internet, suchmaschinen, zensur

2008-06-21

China-Spezial bei der FAZ

FAZ Online bietet noch bis Mitte September nach der Olympiade ein China-Spezial mit Nachrichten, Foren und Schwerpunkt-Themen wie das jüngste Erdbeben, Tibet oder natürlich die Olympischen Spiele. Aus der Ankündigung:
Renommierte Fachleute, Wissenschaftler und Politiker werden sich in Gastbeiträgen über Chinas Selbstverständnis, sein Verhältnis zum Westen und zu Tibet, über Menschenrechte, die militärische Strategie und die Umweltpolitik äußern. In einer Serie über außenpolitische Aspekte berichten F.A.Z.-Korrespondenten aus aller Welt, wie sich Chinas Hunger nach Energie und Rohstoffen auf die diplomatischen Beziehungen zu anderen Ländern auswirkt. „FAZ.NET trägt mit dem China-Spezial dem besonderen Interesse Rechnung, das wegen der Olympischen Spiele im Sommer auf das Land gerichtet ist“, kommentiert Günther Nonnenmacher, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das Vorhaben. ... Im Juni erscheint eine Zeitleiste, die die Geschichte Chinas seit den Opium-Kriegen in Bildern, Videos und Texten nachzeichnet.

Labels: medien, olympia

2008-06-17

Wirtschaftssymposium: China und der Westen

Und gleich noch eine Veranstaltungsmeldung: Das Humboldt-Forum Wirtschaft veranstaltet am 25. Juni ein Ökonomisches Symposium zum Thema China und der Westen:
Seit der Öffnung nach Westen unter Deng Xiaoping Anfang der 80er Jahre kann China auf einen rasanten wirtschaftlichen Aufstieg zurückblicken: Wachstumsraten im zweistelligen Bereich, pulsierende Megacities, neue Kapitalmärkte, Chinas wachsender Anteil am Welthandel und Prestigepro-jekte wie die diesjährigen Olympischen Sommerspiele in Peking sind ebenso Folgen dieser Öffnung wie Umweltprobleme, soziales Wohlstandsgefälle, Rohstoffknappheit, kulturelle Spannungen, Handelsungleichgewichte sowie stärkere Konkurrenz für westliche Unternehmen und deren Arbeitnehmer.

Zwischen Peking und Hongkong entsteht eine neue Wirtschaftsmacht von rasch zunehmendem Gewicht. China erschließt sich inzwischen auch westliche Märkte und beeinflusst die Weltwirtschaft in zunehmendem Maße, nicht nur auf dem Gebiet der Produktion, sondern auch in Forschung und Entwicklung. Chinesische Investoren sind mittlerweile aus der Weltwirtschaft nicht mehr wegzudenken: in Afrika finanzieren sie Infrastrukur- und Energieversorgungsprojekte, in den USA versorgen ihre Staatsfonds taumelnde Banken mit Liquidität. Bei den Olympischen Spielen werden wir in diesem Jahr vielleicht einen Eindruck von der Zukunft bekommen: Laufen die Chinesen den Amerikanern davon?

Die Nebenwirkungen des Wachstums dieses neuen Standbeins der Weltwirtschaft stellen eine große Herausforderung dar. Die Verschmutzung von Luft und Wasser gehören ebenso dazu wie die Konkurrenz um Rohstoffe, insbesondere die um Öl und Gas. Der neue Wohlstand verharrt in den Küstenstädten und ist im chinesischen Inland nicht angekommen. Die transatlantische Gemeinschaft einerseits und die Chinesen andererseits sind sich in der Frage um die Universalität der Menschenrechte ebenso uneinig wie über künftige Macht- und Einflusssphären wirtschaftlicher, geostrategischer und militärischer Art. ... In Vorträgen, Podiumsdiskussion und Workshops wird nachvollzogen wer-den, wie Chinas Strategiewechsel von Abschottung hin zur Marktöffnung tiefgreifende Wandlungsprozesse in wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen zur Folge hat.

Labels: forschung, investitionen, menschenrechte, wirtschaft

Online-Seminar: China vor der Olympiade

Die virtuelle Akademie der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung führt derzeit ein kostenloses Online-Seminar zu China vor den Olympischen Spielen durch, es geht bis zum 27. Juni 2008:
Seit der Vergabe der olympischen Spiele an Peking blickt die Welt verstärkt auf den Gastgeber. Neben Sport und Kultur steht die Menschenrechtssituation Chinas im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Unter anderem kritisiert Amnesty International in seinem jüngsten Report neben anderen Ländern insbesondere China für Menschrechtsverletzungen im eigenen Lande. Andererseits wird inzwischen auch in China offiziell angemahnt, rechtstaatliche und menschenrechtliche Defizite abzubauen. Die Berichterstattung über die Erdbebenkatastrophe im Mai 2008 zeigt größere Medienfreiheit. Auch wird die Zivilgesellschaft erst-mals als Helfer eingebunden – nicht nur der Staat reicht die helfende Hand, die Unterstützung durch Bürger und die Internationale Gemeinschaft ist will-kommen. Anzeichen eines tief greifenden gesellschaftspolitischen Wandels oder olympiabedingte Charme-Offensive? Ist eine nachhaltige Verbesserung der Menschenrechtslage zu erwarten? Wie sollten wir als Bürger, als Nation und als internationale Staatengemeinschaft mit China umgehen? Welche Chancen eröffnen die Olympischen Spiele für den politischen Dialog?

Labels: menschenrechte, olympia, recht

2008-05-11

Fotowettbewerb zum Thema China

[image]Die Kunstgalerie Augensound.de führt einen Wettbewerb zum Thema China durch, weitere Bereiche sind "Wettkampf" und "Frieden":
Es warten tolle Preise darauf gewonnen zu werden und das Beste ist, dass jeder, egal ob Fotograf, 3D-Artist, GFXer, Illustrator oder Maler (m/w) mitmachen kann. ... Einsendeschluss ist der 30 Juni 2008. Die Bewertung durch die Community erfolgt bis einschließlich dem 6. Juli 08.
Vier Bilder mit China-Bezug gibt es derzeit schon auf der Plattform zu bewundern.

Labels: bilder, fotos, kunst

2008-05-05

Chinas maritime Aufrüstung?

Peking will sich laut Medienberichten zum neuen Herrscher der Weltmeere aufschwingen - aber die entsprechenden Informationen kommen vom Pentagon und US-Geheimdiensten, sind also dementsprechend zu genießen:
Verborgene Tunnel durchziehen das Gelände, eine Spezialanlage stört das feindliche Radar. Unter der Insel Hainan hat China eine bisher geheime U-Boot-Basis errichtet. Der Bau zeigt: Chinas Marine will sich nicht länger auf Selbstverteidigung beschränken und rüstet im großen Stil auf. Das tropische Hainan ist allgemein bekannt für seine weißen Strände und seine Schönheitswettbewerbe. Militärexperten schauen aus anderen Gründen auf die Insel: Geplant ist der Bau eines Raumfahrtbahnhofs. Die chinesische Marine lässt zudem seit den siebziger Jahren in der südlichen Stadt Sanya viele ihrer Kriegsschiffe andocken. Seit einigen Tagen gibt es ein weiteres Argument, der Insel besondere Aufmerksamkeit zu schenken: Amerikanische Satelliten entdeckten bei der Ortschaft Yulin eine neue große Basis für U-Boote und womöglich auch für Flugzeugträger. Zahlreiche Tunnel durchziehen offenbar die Anlage, auch zum Meer hin gibt es einen Stollen: Durch eine 18 Meter breite Einfahrt können U-Boote in den Berg schlüpfen.

Labels: militär

2008-04-24

China drängt an die Spitze der Internetnutzer

Es dürfte mittlerweile mehr Chinesen im Internet geben als US-Amerikaner:
Die USA sind nicht länger die unangefochtene Nummer Eins bei der Anzahl der Internet-Nutzer. Das bevölkerungsreichste Land der Welt hat aufgeschlossen – und wird wohl bald die Spitze übernehmen. In China nutzen gleichviel Menschen das Internet wie in den USA. Ende Februar gab es 221 Millionen Chinesen, die über einen Online-Zugang verfügten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag mitteilte. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von 16 Prozent. Der weltweite Durchschnitt beträgt 19 Prozent. Für die USA hat das Institut Nielsen/NetRatings im März ebenfalls 221 Millionen Internet-Nutzer ermittelt. Anfang 2007 gab es in China erst 137 Millionen Menschen im Netz.
Der großen Koalition im Bundestag missfällt derweil laut einem brandneuen Antrag (PDF-Datei) die zunehmende Internet-Zensur in China und die gemeldeten Verhaftungen insbesondere von Bloggern.

Labels: internet, zensur

2008-04-16

China zum größten CO2-Verschmutzer gekürt

Laut kalifornischen Forschern hat China die USA beim Ausstoß an Kohlendioxid bereits überholt, sodass das Reich der Mitte nun als größter Treiber des Treibhauseffekts gilt:
China has already overtaken the US as the world's "biggest polluter", a report to be published next month says.
The research suggests the country's greenhouse gas emissions have been underestimated, and probably passed those of the US in 2006-2007. The University of California team will report their work in the Journal of Environment Economics and Management.
They warn that unchecked future growth will dwarf any emissions cuts made by rich nations under the Kyoto Protocol.
The team admit there is some uncertainty over the date when China may have become the biggest emitter of CO2, as their analysis is based on 2004 data. Until now it has been generally believed that the US remains "Polluter Number One".
Next month's University of California report warns that unless China radically changes its energy policies, its increases in greenhouse gases will be several times larger than the cuts in emissions being made by rich nations under the Kyoto Protocol.
The researchers say their figures are based on provincial-level data from the Chinese Environmental Protection Agency.

Labels: umwelt

2008-04-08

China will als Outsourcing-Land punkten

China will Indien Marktanteile im luktrativen Geschäft mit Outsourcing-Aufträgen abjagen:
In the foothills of Yuelu Mountain here, a young Mao Tse-tung found inspiration in nature for his political aspirations. Today, Communist Party officials have a different vision for this area: a valley of global outsourcing firms. One of them, Beijing-based Chinasoft International Ltd., is recruiting hundreds of workers to process medical bills and health insurance claims. Its target customers: U.S. doctors. Chinasoft is launching the venture with a Tennessee firm, Premier BPO Inc., which has similar operations in India and Pakistan. Chen Yuhong, Chinasoft's managing director, thinks it's only a matter of time before China makes big gains against India -- which now leads the world in information technology outsourcing. "They're seriously concerned about our challenge," said Chen, 44, who has a doctorate in engineering from Beijing Institute of Technology and speaks fluent English. Most analysts reckon it'll be perhaps a decade before China catches up. India's IT outsourcing revenue, estimated at $18 billion in 2007, is about six times the size of China's. The gap figures to be even bigger for business-process outsourcing, such as medical billing and back-office work. With its history as a British colony, India has workers with strong English skills and familiarity with Western culture. That gives companies there a big edge when bidding for jobs that require reading reports and talking to Americans. But China's sales of IT outsourcing work are growing at roughly twice the rate of India's. Consulting firm Analysys International says they jumped 45% in the fourth quarter of 2007, to about $600 million. Although much of that was for clients in Japan and other Asian countries, China is making a push to extend its reach. In 2006, the central government launched the "Thousand, Hundred, Ten" project, aimed at cultivating 1,000 Chinese outsourcing companies that would cater to 100 international clients. Beijing wants to situate them in at least 10 cities. Some are familiar locales -- Shanghai, Beijing and Shenzhen. But success or failure may come down to smaller cities largely unknown abroad.

Labels: boom, outsourcing, wirtschaft

2008-03-25

China will für schönes Wetter bei der Olympiade sorgen

Während in vielen Ländern über einen Olympia-Boykott diskutiert wird wegen dem harten Vorgehen Pekings gegen Unabhängigkeitskämpfer in Tibet, bemüht sich die chinesische Führung nicht nur sinnbildhaft für schönes Wetter rund um die Olympischen Spiele. Vielmehr sollen Ingenieure Regenwolken vertreiben - Versuche, die man so bisher nur aus Russland kannte:
To prevent rain over the roofless 91,000-seat Olympic stadium that Beijing natives have nicknamed the Bird's Nest, the city's branch of the national Weather Modification Office--itself a department of the larger China Meteorological Administration--has prepared a three-stage program for the 2008 Olympics this August. First, Beijing's Weather Modification Office will track the region's weather via satellites, planes, radar, and an IBM p575 supercomputer, purchased from Big Blue last year, that executes 9.8 trillion floating point operations per second. It models an area of 44,000 square kilometers (17,000 square miles) accurately enough to generate hourly forecasts for each kilometer. Then, using their two aircraft and an array of twenty artillery and rocket-launch sites around Beijing, the city's weather engineers will shoot and spray silver iodide and dry ice into incoming clouds that are still far enough away that their rain can be flushed out before they reach the stadium. Finally, any rain-heavy clouds that near the Bird's Nest will be seeded with chemicals to shrink droplets so that rain won't fall until those clouds have passed over. Zhang Qian, head of Beijing's Weather Modification Office, explains, "We use a coolant made from liquid nitrogen to increase the number of droplets while decreasing their average size. As a result, the smaller droplets are less likely to fall, and precipitation can be reduced." August is part of Northeast Asia's rainy season; chances of precipitation over Beijing on any day that month will approach 50 percent. Still, while tests with clouds bearing heavy rain loads haven't always been successful, Qian claims that "the results with light rain have been satisfactory."
Viel Erfolg!

Labels: olympia, peking, wetter

2008-03-17

China baut Infomauer um Tibet auf

Peking verdichtet die große Firewall rund um Tibet, um die Informationskontrolle möglichst aufrecht zu erhalten und Zeugen außen vor zu halten:
China rückt mit Panzern und einem großen Aufgebot an Sicherheitskräften in Tibet ein. Bislang hat es bereits Dutzende von Todesopfern gegeben. Die Unruhen breiten sich bereits auf angrenzende Provinzen aus. Klöster werden umstellt, über die tibetische Hauptstadt Lhasa wurde ein Ausgehverbot verhängt ... Touristen sollen ebenfalls aus Tibet verschwinden, Ausländer dürfen nicht mehr herein – angeblich aus Sicherheitsgründen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua zitiert angebliche tibetische Politiker, die die Äußerungen des Dalai Lama zurückweisen, der davon sprach, dass ein "kultureller Völkermord" drohe. Die chinesische Regierung scheint entschlossen, die Unruhen und Proteste mit aller Entschiedenheit und Gewalt vor den Olympischen Spielen niederzuschlagen. Schon zuvor wurde auch gegen andere Oppositionelle und Minderheiten verschärft vorgegangen, wie Amnesty berichtet. Wie schon zuvor in Myanmar geschehen, will man die Proteste in Tibet niederschlagen, ohne eine unabhängige Berichterstattung zu ermöglichen. Von den ersten Unruhen wurden nicht nur von Reportern, sondern auch wieder von "Bürgerjournalisten" Bilder und Videos mit Digital- und Handykameras gemacht, im Netz verbreitet und von Medien im Ausland aufgenommen. Um zu verhindern, dass Videos über YouTube verbreitet und in China gesehen werden können, hat die Regierung bereits am Samstag den Zugang blockiert, bestätigt etwa auch von Global Voices. Wer in China die Website von YouTube aufruft, erhält angeblich nur eine leere Seite.
Was da alles auf Videoseiten von Peking zensiert wird, zeigt die Netzeitung in einer Auswahl.

Labels: olympia, peking, tibet, zensur


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