Hommage

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Eine Hommage (frz. homme, lat. homo "Mensch") ist ein öffentlicher Ehrenerweis, meist auf eine berühmte Persönlichkeit, der man sich verpflichtet fühlt. Oft stehen die Urheber einer Hommage selbst in der Öffentlichkeit.

[Bearbeiten] Ausprägungen der Hommage

Als Hommage werden vor allem alle Verweise gesehen, die im Rahmen eines künstlerischen Werks gegeben werden und jemanden hervorheben, dem der Künstler besondere Anregungen für sein Werk verdankt. Oft sind Kunstwerke als Ganzes explizit als Hommage entworfen. Von einigen Kritikern wird beispielsweise Woody Allens Film Manhattan als eine Hommage für New York gesehen, das Album Abbey Road wird als Hommage an das Tonstudio der Beatles betrachtet.

Einige Filme oder musikalische Kompositionen tragen auch den Ausdruck „Hommage“ im Titel als „Hommage an/für ...“, die Schreibweise „Hommage à...“ ist in diesem Zusammenhang ebenfalls geläufig. Publikationen eines einzelnen Autors, aber auch durch eine Reihe von Verfassern können im Charakter einer Hommage ausgearbeitet sein. Beispiel für Ersteres ist das von Sean Hepburn Ferrer verfasste Buch Audrey Hepburn − Melancholie und Grazie über seine Mutter, das keine Biografie sein will und kann, sondern aus persönlichem Erlebnis und ebensolcher Sicht bestimmte Wegmarken, Wendpunkte und Charakterzüge im Leben der Schauspielerin beleuchtet. Beispiele für die Variante mit mehreren Verfassern sind die von G. di San Lazzaro in den 1970er Jahren herausgegebenen Bildmonographien einiger bedeutender Künstler der Moderne unter Titeln wie Hommage à Pablo Picasso, deren jede Einzelne sich durch die darin enthaltenen Fachbeiträge, aber auch persönlichen Bezüge einer Reihe Verfasser mit unterschiedlichen Schwerpunkten auszeichnete. Ebenso können auch Veranstaltungen als Hommage für eine berühmte Person oder eine Sache angelegt sein, oft zu einem besonderen Datum, Gedenktag oder Jubiläum.

[Bearbeiten] Historische Bedeutung

Im Mittelalter verstand man unter „Hommage“ eine feierliche Zeremonie, bei der Feudalpächter oder Vasallen ihre Lehnstreue gegenüber dem Lehnsherren bekundeten. Es handelte sich dabei um eine symbolische Bestätigung des Vasallenvertrages, der zwischen zwei freien Männern geschlossen worden war. Dabei versicherte der Vasall dem Lehnsherren, dessen „Mann“ (franz. homme) zu sein.

Solche Verträge wurden auch zwischen Rittern und Lehnsherren geschlossen. Die öffentliche Bekundung unter Zeugen war ebenso bindend wie ein schriftlicher Vertrag. Die Zeremonie wurde später häufig durch die Kirche geleitet und dabei dokumentiert. Bei eventuell auftretenden Rechtsstreitigkeiten konnte die Kirche als zuverlässiger Zeuge auftreten, da sie allgemein als vertrauenswürdig angesehen wurde.

[Bearbeiten] Letzte öffentliche Hommage 1953

Die letzte öffentliche feudalistische Hommage fand bei der Thronbesteigung Elisabeth II. statt. Direkt nach der Krönung wurde sie von den Großen ihres Reiches inthronisiert. Anschließend wurde die Lehenstreue durch die Ersten des jeweiligen Standes bekundet. Zuerst vom Erzbischof von Canterbury als Primas der Staatskirche, gefolgt vom Ehemann der Königin Prinz Philip, dem Herzog von Edinburgh. Danach leisteten die Herzöge königlichen Blutes den Lehenseid. Die nächsten Lehenseide wurde vom jeweiligen Ersten des Ranges für alle Standesmitglieder, im Gegensatz zu den Lehenseiden bis 1836, abgegeben. So zum Beispiel durch den Herzog von Norfolk als Anführer der Herzöge des Englischen Königreichs. Es folgten die Marquess, Earls, Viscounts, Barons und als einziger Nichtadeliger der Lord High Chancellor.

[Bearbeiten] Siehe auch


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