Artikel in der Kategorie 'Dottore in New York'
New York City Marathon, in Brooklyn: Party!
Am Samstag sprachen viele Freunde hier davon, dass man sich ja am Sonntag auf jeden Fall beim New York City Marathon treffen würde. Ich war ein wenig erstaunt, weil ich zum einen schon mal 2004 beim New York City Marathon an der Straße gestanden hatte, und das nicht so aufregend fand, dass ich das dringend wieder haben muss. Zum anderen kenne ich auch den Marathon aus Berlin, und auch dort bleibt mir nicht das Herz vor Begeisterung stehen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne Brooklyn gemacht. Hier im Stadtteil wird am Streckenrand eine amtliche Party gefeiert! Mit Live-Musik und richtig guter Stimmung! Anbei ein paar Impressionen - wieder mit der kleinen Flip-Kamera aufgenommen.
Ein Freund, den wir bei der Soul Sängern getroffen haben, meinte: “This makes me love New York.” (”Dies lässt mich New York lieben.”) Sehe ich ganz genauso. Die positive Energie, Begeisterung, Freude und Freundlichkeit, die bei diesem Event in der Luft lagen, waren einfach großartig.
Ultra Flip, zweiter Test: “NYC am Tag”.
So, es hat eine Weile gedauert … ich hatte ja versprochen, dass ich noch ein wenig mit der kleinen Flip-Kamera experimentiere. Das Filmen ist dabei nicht das Problem, das Schneiden dagegen schon - das macht sehr viel Arbeit. Hier aber nun noch einmal ein kleiner Film, der ein paar Impressionen vom Big Apple vermittelt. (Die Musik ist meine eigene, irgendwann in den 90ern zusammengebaselt…)
Die Qualität des Videos hier ist schlechter als das, was aus der Kamera kommt - das liegt am Komprimieren sowohl beim Erstellen der Datei für’s Hochladen ins Netz als auch durch die Umwandlung bei Sevenload. Allerdings merkt man, wenn man eine Weile mit der Kamera unterwegs war, dass sie ein, zwei seltsame Macken hat. Zum einen baut sie zu Beginn eines jeden Clips ganz oft einen kleinen Bildfehler ein, den man zunächst rausschneiden muss. Zum anderen laufen ab und zu seltsame Wellen durchs Bild, insbesondere wenn man sich bewegt. Naja - ist alles andere als HD, ist ja nur für kleine schnelle Schnappschüsse unterwegs gedacht. Und dafür eignet sie sich sehr gut, weil sie so klein, leicht und robust ist.
Ultra Flip, erster Test: “Brooklyn bei Nacht”.
Gestern Nachmittag kam das Paket mit der Ultra Flip an. Ausgepackt, angeguckt - elegante Sache. Anschließen an den Rechner geht auch superleicht mit dem ausklappenden USB-Stecker. (Nur muss man auf dem Mac noch eine Software installieren, die mitgeliefert wird - beim PC scheint die Software direkt von der Kamera zu starten.)
Am Abend war ich dann zu Fuß ein wenig unterwegs und bin in einen etwas “rauheren” Teil von Brooklyn gelaufen, nicht unweit von der Brooklyn Bridge. Dabei habe ich die Flip-Kamera hier und da in die Gegend gehalten. Daraus wurde diese kleine Sammlung Impressionen:
Man kann vielleicht erkennen, dass der Zoom nicht das Gelbe vom Ei ist. Es ist nur ein digitaler Zoom, der den Bildausschnitt vergrößert, aber nicht wirklich heranzoomt. Und die Qualität ist entsprechend bescheiden. Aber ansonsten kann man sich bei einer Videokamera, die unter 100 EUR kostet, über den Rest nicht beklagen - zumal ich mir ja mit Nachtaufnahmen gleich zum Anfang sehr schwierige Bedingungen ausgesucht habe.
Das Bearbeiten der Filmschnipsel hat mit der mitgelieferten Software nicht so gut geklappt - das mag auch am Mac liegen, vielleicht geht das auf dem PC besser. Ich habe den Film dann mit dem standardmäßigen iMovie auf dem MacBook zusammengebastelt. Erst wollte ich noch Musik dahinter legen, aber dann dachte ich mir, dass der Originalton ja vielleicht auch ganz passend ist.
Ich werde in den kommenden Tagen sicher noch mehr damit filmen, dann poste ich hier nochmal was. Auf jeden Fall ist es ein lustiges Ding, das superklein und prima in der Hosentasche zu transportieren ist, und mit dem man mal eben Aufnahmen machen kann, ohne irgendwelchen Aufwand.
Ultra Flip demnächst im Original US-Test.
Manch einer kennt vielleicht die superkleine Ultra Flip Videokamera schon? Ein Hit in den USA - das Ding ist klein und leicht, lässt sich mit dem ausklappbaren USB-Stecker direkt ans Notebook anschließen und hat eine (recht simple) Bearbeitungssoftware für Video bereits vorinstalliert.
In Deutschland gibt’s sie noch nicht zu kaufen, aber ich habe jetzt hier bei Amazon USA zugeschlagen und werde sie in den nächsten Tagen mal hier testen. Die Filme gibt’s dann gleich hier im Blog zu sehen. Und jetzt sage auch ich: Gute Nacht.
“trnd New York” meldet sich zu Wort.
Natürlich haben wir kein Büro in den USA, und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Aber aus persönlichen Gründen habe ich derzeit die Möglichkeit, sechs Wochen hier in New York zu verbringen - genauer gesagt im Stadtteil Brooklyn. Das Schöne an der modernen digitalen Arbeitswelt ist ja, dass man sehr viel über das Internet machen kann - per Mail oder Skype bin ich hier genauso gut erreichbar wie in Deutschland. Und während ich in Deutschland viele Termine wahrnehmen muss, habe ich hier endlich mal die Gelegenheit, an einem Ort zu bleiben und ein paar Dinge mit mehr Ruhe zu machen. Und das ist ab und zu einfach dringend notwendig.
Am Samstagabend war ich bei einem Fundraising Event in Manhattan - einer Veranstaltung zum Wahlspendensammeln. Eine kleine Gruppe von Literaten und literarisch aktiven Leuten hatte sehr bekannte indische oder asiatische Autoren - unter ihnen Salman Rushdie - für einen Abend gewinnen können, um Spenden für den Wahlkampf von Barack Obama zu sammeln.
Die Autoren gaben kurze, zum Teil sehr unterhaltsame oder inspirierende Statements ab und lasen dann jeweils 10 bis 15 Minuten lang eigene oder fremde Texte. Manche dieser Texte hatten einen sehr direkten Zusammenhang mit dem Wahlkampf, andere konnten nur sehr entfernt damit in Verbindung gebracht werden. Überrascht hat mich einerseits die außerordentlich positive Stimmung bei der Veranstaltung - politisches Engagement hat hier nichts Verstaubtes oder Uncooles, sondern kann sehr cool und modern sein. Zum anderen natürlich auch, dass an dem Abend allein $ 50.000 gesammelt wurden. Und Veranstaltungen dieser Art gibt es viele.
Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass grade die demokratischen Anhänger von Obama und Joe Biden (der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten) derzeit extrem stark motiviert sind. Sie haben einerseits einen bemerkenswert eloquenten und charismatischen Präsidentschaftskandidaten. Und andererseits sind sie getrieben von der Sorge, dass im gegnerischen Team nicht nur ein recht alter Spitzenkandidat mit sehr viel geistiger Nähe zur Bush-Administration aufgestellt ist, sondern dass auch eine Frau auf das Vize-Amt hofft, an deren Kompetenz und Fähigkeit sehr viele Leute zweifeln. Was viele Leute stark beunruhigt, allein schon aufgrund der extrem schwierigen wirtschaftlichen Situation.
Aus meiner Sicht ist es jedenfalls sehr spannend, hier dabei zu sein und auch am 4. November die Wahlen live und vor Ort miterleben zu können.
So, während es in Deutschland jetzt nachmittags 16 Uhr ist, ist es hier an der Ostküste nun 10 Uhr, ich mache mir meinen zweiten Kaffee und muss mich dann mal weiter um E-Mails kümmern, bevor in Deutschland schon wieder Feierabend ist…



